Informationen zum Master-Studiengang Meeresbiologie (MSc Mebio)

Zwei Drittel unseres Planeten sind durch Ozeane und Küstenregionen geprägt, aber trotz technologischer und wissenschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahrzehnten ist dieser gigantische Lebensraum in vielen Bereichen wenig erforscht.
Die Meeresbiologie mit ihrem hohen Grad an Interdisziplinarität gehört zu den interessantesten und faszinierendsten Fächern innerhalb der Naturwissenschaften. Eine meeresbiologische Ausbildung führt zu einer forschungs- und anwendungsorientierten Qualifikation um wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen Globaler Klimawandel, Eutrophierung oder Meeresverschmutzung zu untersuchen und zu deren Lösung beizutragen.

Überblick/Allgemeines zum Studium

Überblick/Allgemeines zum Studium

Das Institut für Biowissenschaften mit seinen aquatisch orientierten Arbeitsgruppen Meeresbiologie, Ökologie, Angewandte Ökologie und Phykologie bieten zusammen mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und unter Mitwirkung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) einen Master StudiengangMeeresbiologie mit attraktiven Möglichkeiten zur Schwerpunktbildung an. Dieser Studiengang garantiert eine an internationalen Maßstäben orientierte, hochwertige Hochschul-Ausbildung. Um dies sicherzustellen, findet eine enge Verzahnung mit Forschungsaktivitäten der beiden Einrichtungen statt. Die Ausbildung ist überwiegend ökologisch orientiert und setzt, bedingt durch den Standort, viele Akzente auf die Ostsee. 

An Ichthyologie, Fischereibiologie, an Verhaltens- oder Sinnesbiologie Interessierte werden ausdrücklich auf den Studiengang Integrative Zoologie an dieser Universität hingewiesen.

Der Master-Studiengang qualifiziert für leitende naturwissenschaftliche Tätigkeiten in Umweltbehörden, Landesämtern und Unternehmen, sowie für die Aufnahme eines Promotions-Studienganges an einer nationalen oder internationalen Universität. Weitere Berufsfelder liegen in Aquarien, Zoos und Museen, sowie in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Aquakultur und Wissenschaftsjournalismus. 

Profil des Institutes für Biowissenschaften und des Leibniz-Institutes für Ostseeforschung Warnemünde
Das Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock und das IOW bieten einen Master-Studiengang Meeresbiologie, der eine an internationalen Maßstäben orientierte, hochwertige Hochschul-Ausbildung garantiert. Um dies sicherzustellen, findet eine enge Verzahnung mit Forschungsaktivitäten der beiden Einrichtungen statt. 

Die modernen Labor- und Hörsaalgebäude des Instituts für Biowissenschaften mit einer ausgezeichneten Geräteausstattung sowie die Biologische Feldstation Zingst dienen als Plattform für Ausbildung und Forschung. Studierende können am Institut eine Forschungstaucher-Ausbildung absolvieren. Eine Vielzahl an lebenden Algen- und marinen Bakterienisolaten extremer Standorte, sowie eine neue naturwissenschaftliche Bibliothek runden das Angebot ab.

Das IOW ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich der interdisziplinären Meeresforschung in Küsten- und Randmeeren widmet. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt in der Erforschung und Überwachung der Ostsee. In den vier Sektionen sind die Disziplinen Physikalische Ozeanographie, Meereschemie, Biologische Meereskunde und Marine Geologie vertreten. Das IOW betreibt das Forschungsschiff ELISABETH MANN-BORGESE, welches auch für die studentische Ausbildung auf See eingesetzt wird.     

Perspektiven
Der Master-Studiengang qualifiziert für leitende naturwissenschaftliche Tätigkeiten in Umweltbehörden, Landesämtern und Unternehmen, sowie für die Aufnahme eines Promotions-Studienganges an einer nationalen oder internationalen Universität und einer akademischen Karriere. Weitere Berufsfelder liegen in Aquarien, Zoos und Museen, sowie in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Aquakultur und Wissenschaftsjournalismus.

Studienablauf
In den ersten drei Semestern müssen 11 meeresbiologische Pflichtmodule (Grundlagen der Meeresbiologie, Lebensraum Meer, Grundlagen mariner Stoffkreisläufe, Ökophysiologie aquatischer Organismen, Phykologie, Marine Wirbellose, Analyse von Stoffkreisläufen, Mikrobielle Ökologie, Regionale marine Ökologie, Vertiefende Theorie- und Literaturstudien, Forschungspraktikum Meeresbiologie) belegt werden. Aus dem Angebot der Wahlpflichmodule kann eine Spezialisierung erfolgen (Grundlagen des wissenschaftlichen Tauchens, Evolutionäre Morphologie mariner Wirbelloser, Seepraktikum, Spezielle Phykologie, Wattenmeer Sylt, Biostatistik, Meeresnaturschutz, Modellierung in der Meeresbiologie). Im 4. Semester folgt die Master-Arbeit. 
Die Studieneinheiten werden mit Leistungspunkten (LP) bewertet, welche äquivalent dem European Credit Transfer System (ECTS) sind, was eine wechselseitige Anerkennung von Studienleistungen im europäischen Bildungsraum erleichtert. Für den erfolgreichen Abschluss des Master-Studienganges müssen 120 LP nachgewiesen werden.

Bewerbung/Einschreibung

Bewerbung/Einschreibung

Ansprechpartner: Studierendensekretariat der Universität

Link zur Online-Einschreibung

Entsprechend der Satzung der Universität Rostock über die Zulassung zum Studium (URZS, 2008) § 16 werden die ca. 22 Studienplätze nach den Noten (mindestens 3,0) des biowissenschaftlichen BSc-Abschlusses vergeben.

Soll das Masterstudium im unmittelbaren Anschluss an den vorhergehenden Studiengang aufgenommen werden und liegt das Abschlusszeugnis bei Ablauf der Bewerbungsfrist noch nicht vor, muss eine Bescheinigung des Prüfungsausschusses über die Anmeldung zum letzten Prüfungsabschnitt des vorangehenden Studiengangs und eine Bestätigung über die bis dahin absolvierten Prüfungen und deren Ergebnisse vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage kann eine vorläufige Zulassung ausgesprochen werden. (§ 15 Abs. 2 der URZS, 2008)  

Interessenten mit einem erfolgreichen Bachelor-Abschluss in den Biowissenschaften schreiben sich bitte direkt über die Online-Einschreibung zwischen dem 01.06. und 15.07. des Jahres (Bearbeitungsstand kann online verfolgt werden) des Studierendensekretariates bei der Universität Rostock ein.

Der Master-Studiengang Meeresbiologie ist örtlich zulassungsbeschränkt.

Bewerbungsverfahren internationaler Studieninteressierter

Modulprüfungen

Modulprüfungen

Die studienbegleitenden Modulprüfungen werden in dem dafür festgelegten Prüfungszeitraum abgenommen. Der Prüfungszeitraum unterteilt sich in zwei Prüfungsphasen. Die erste Prüfungsphase des Prüfungszeitraumes eines Semesters erstreckt sich auf zwei Wochen unmittelbar im Anschluss an die Vorlesungszeit. Die zweite Prüfungsphase eines Prüfungszeitraumes erstreckt sich auf zwei Wochen unmittelbar vor Beginn des nächsten Semesters. In beiden Prüfungsphasen finden alle Prüfungen zum Regelprüfungstermin nach dem Prüfungs- und Studienplan und Wiederholungsprüfungen statt.

Abweichend davon können die studienbegleitenden Modulprüfungen in Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten, Referate/Präsentationen, Protokollen oder praktischen Prüfungen vorlesungsbe- gleitend abgelegt werden, wenn die Studierenden spätestens mit Veranstaltungsbeginn über die für sie geltende Prüfungsart, deren Umfang und den jeweiligen Abgabetermin in Kenntnis gesetzt werden.

Im Einvernehmen zwischen Studierenden und Prüferinnen/Prüfern können Prüfungen unter Wahrung der in der Rahmenprüfungsordnung angegebenen Fristen und Anmeldemodalitäten auch zu anderen Zeitpunkten abgehalten werden.

Die Kandidatin/der Kandidat hat sich zu jeder Modulprüfung (egal ob Erst- oder Wiederholungsprüfung, Klausur, mündliche Prüfung, Protokoll oder Präsentation ...) über ein Web-Portalanzumelden. Die Frist für die Meldung zu Modulprüfungen in der vorlesungsfreien Zeit endet vier Wochen vor Ende der Vorlesungszeit. Die Kandidatin/der Kandidat kann eine Anmeldung zur Prüfung ohne Angabe von Gründen bis zu vierzehn Tagen vor dem Prüfungstermin wirksam zurücknehmen.
Die Rücknahmeerklärung der Anmeldung zu Modulprüfungen muss in schriftlicher Form oder per E-Mail beim Studienbüro/Prüfungsamt erfolgen.

Die Kandidatin/der Kandidat kann von den Regelprüfungsterminen der Modulprüfungen um höchstens zwei Semester abweichen.

Eine Modulprüfung kann als Freiversuch gewertet werden, wenn sie innerhalb der Regelstudienzeit und spätestens zu dem in der Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung festgelegten Regelprüfungstermin erstmalig ablegt wird. Freiversuche werden für Modulprüfungen im Umfang von bis zu einem Drittel aller in die Gesamtnote einfließenden Leistungspunkte gewährt. Für die Abschlussprüfung gibt es keinen Freiversuch. Eine Wertung der Modulprüfung als Freiversuch muss innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beantragt werden (FORMULAR). Außerdem ist ebenfalls eine Online-Anmeldung erforderlich.

Besteht eine Kandidatin/ein Kandidat eine Modulprüfung im Freiversuch nicht, so gilt sie als nicht unternommen, außer sie wurde wegen Täuschung oder eines Ordnungsverstoßes für nicht bestanden erklärt. Die erneute, reguläre erste Modulprüfung ist, unter Beachtung der Fristüberschreitung (um höchstens zwei Semester), abzulegen, anderenfalls gilt die Modulprüfung als abgelegt und wird mit „nicht bestanden“ bewertet.

Besteht eine Kandidatin/ein Kandidat eine Modulprüfung im Freiversuch, darf sie/er die Prüfung zum Zwecke der Notenverbesserung erneut ablegen (Verbesserungsversuch). Es gilt jeweils die bessere Note.

Wurde eine Modulprüfung im Freiversuch unternommen, kann sie nach dem regulären ersten Versuch nur einmal wiederholt werden. Wurde für Modulprüfungen hingegen die Freiversuchsregelung nicht in Anspruch genommen, so können nicht bestandene Modulprüfungen zweimal wiederholt werden. Die Wiederholung einer bestandenen Modulprüfung außerhalb des Freiversuchs ist nicht zulässig. Fehlversuche an anderen Universitäten und gleichgestellten Hochschulen werden angerechnet. Besteht eine Modulprüfung aus zwei Prüfungsleistungen, so ist nur die Prüfungsleistung zu wiederholen, die nicht mit mindestens „ausreichend“ (4,0) bewertet wurde. 

Die erste Wiederholungsprüfung und Verbesserungsversuche müssen spätestens innerhalb des darauf folgenden Semesters erfolgen, sofern der Kandidatin/dem Kandidaten nicht wegen besonderer, von ihr/ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Für Prüfungen, die untrennbar mit einer Lehrveranstaltung verbunden sind, kann diese Frist um ein weiteres Semester verlängert werden. Die zweite Wiederholungsprüfung hat spätestens zum nächsten regulären Prüfungstermin zu erfolgen. Ist die Kandidatin/der Kandidat beurlaubt, ist eine Wiederholungsprüfung im nächsten Prüfungstermin nach Ende der Beurlaubung abzulegen.

Bei Versäumnis der Wiederholungsfrist gilt die Wiederholungsprüfung als abgelegt und wird mit „nicht bestanden“ bewertet, es sei denn, die Kandidatin/der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten.

Stunden- und Prüfungspläne

Stunden- und Prüfungspläne

Stundenpläne siehe auch Vorlesungsverzeichnis

Prüfungspläne - Prüfungsanmeldung über Prüfungsamt-Online

Master-Arbeit

Master-Arbeit

ANMELDEFORMULAR

Die Abschlussprüfung folgt aus dem Modul „Masterarbeit Meeresbiologie". Sie besteht aus der schriftlichen Abschlussarbeit (Masterarbeit) und dem Kolloquium.
Die Themenfindung für die Masterarbeit erfolgt auf der Grundlage von Angeboten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und anderer Fakultäten der Universität Rostock, anderer außeruniversitärer wissenschaftlicher Einrichtungen oder nach eigenen Vorschlägen der Studierenden, stets vorausgesetzt es findet sich dafür eine Betreuerin/ein Betreuer gemäß § 27 der Rahmenprüfungsordnung (Bachelor/Master).
Die konkrete Aufgabenstellung der Masterarbeit erarbeiten die Studierenden zusammen mit der Betreuerin/dem Betreuer. Dabei stellt die Betreuerin/der Betreuer sicher, dass die Aufgabenstellung den Anforderungen an eine solche Arbeit entspricht.
Die Anfertigung der Masterarbeit erfolgt im 4. Semester. Die Frist für die Bearbeitung beträgt 22 Wochen. Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag (FORMULAR) der Prüfungsausschuss die Bearbeitungsfrist ausnahmsweise angemessen um höchstens vier Wochen verlängern. Die Masterarbeit ist fristgemäß beim Studienbüro/Prüfungsamt abzugeben.
Die Masterarbeit ist entsprechend den Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zur Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Universität Rostock zu verfassen.
Das Kolloquium besteht aus einem etwa 20-minütigen Vortrag der Studierenden/des Studierenden und einer bis zu 20-minütigen Diskussion.
Für den erfolgreichen Abschluss des Moduls „Masterarbeit Meeresbiologie" werden 30 Leistungspunkte vergeben. Der damit verbundene Arbeitsaufwand beträgt 900 Stunden. Er setzt sich zusammen aus 810 Stunden für die Masterarbeit sowie 90 Stunden für das Kolloquium.

Zulassung zur Abschlussprüfung
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer den Erwerb von mindestens 78 Leistungspunkten in diesem Studiengang nachweisen kann.
Die Studierende/der Studierende hat die Zulassung zur Abschlussprüfung schriftlich beim Studienbüro/ Prüfungsamt zu beantragen. Der Antrag (ANMELDEFORMULAR) ist spätestens vier Wochen vor Beginn des Semesters zu stellen, in dem die/der Studierende die Abschlussarbeit anfertigen will.

Die aktuellen Fristen und Termine zur MASTER-ARBEIT sind unter AKTUELLES zu finden.