Informationen zum Bachelor-Studiengang Biowissenschaften (BSc Biowissenschaften)

Soll ich mich für ein Studium der Biologie entscheiden?

Und wenn ja: Was kann ich später damit anfangen?

Wir möchten Ihnen mit diesen Seiten weitere Informationen über das Studium der Biowissenschaften in Rostock und Entscheidungshilfen für (oder gegen) diesen Studiengang geben. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an die angegebenen Informationsstellen wenden.

  •  Warum soll ich Biologie studieren?
  •  Wann soll ich besser keine Biologie studieren?
  •  Was erwartet mich im und nach dem
     Biologiestudium?
  •  Studienablauf
  •  Beratungsmöglichkeiten
Überblick/Allgemeines zum Studium

Überblick/Allgemeines zum Studium

RAHMENSTUDIENPLAN

1. Einführung – oder: Warum soll ich Biologie studieren?
Ganz einfach: weil Biologie so vielfältig und damit so spannend ist...

Die Biologie ist die umfassendste Wissenschaft überhaupt, da sie sich mit ALLEN Formen des Lebendigen auf dieser Erde befasst: Viren, Bakterien, Pilze, Pflanzen und Tiere inklusive des Menschen sind Gegenstand der Biologie. Dementsprechend ist die Anzahl der Teilwissenschaften der Biologie fast unabsehbar groß. Ebenso vielfältig sind die unterschiedlichen Analyseebenen. Sie reichen von der Betrachtung einzelner Moleküle, über das Studium der Zelle, einzelner Organismen auf Gewebeniveau, Interaktion der Lebewesen miteinander und dem Verhalten der Organismen im Bezug zu ihrer Umwelt bis zur Ebene der großen Ökosysteme der Erde. Weiterhin ist die Biologie die einzige Wissenschaft, die die Vielfalt der Lebewesen durch den Vorgang der Evolution schlüssig erklären kann.

... und weil Biologie so wichtig ist! Die Biologie ist in der heutigen Zeit in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu finden. So kommen biotechnologische Methoden bei Diagnoseverfahren in der Klinik, bei Vaterschaftstests und in der Forensik zur Anwendung. 
Die Möglichkeiten und die ethischen wie praktischen Probleme neuer Methoden wie die Herstellung von Organismen mit artfremden Genen oder die pränatale Diagnostik werden in der Öffentlichkeit intensiv wahrgenommen und diskutiert. 
Die Sequenzierung gesamter Genome, die Synthetische Biologie, die Herstellung von Biobrennstoffen, die moderne Tierzucht und die Entwicklung von Tierversuchsersatzmethoden sind weitere aktuelle Herausforderungen an die moderne Biologie. 
Aber auch bei der Beantwortung von Fragen zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensräume der Erde spielen Biologen eine wichtige Rolle.
In der Politik wird das Fachwissen von Biologen zunehmend vonnöten sein, um in Fachgremien und im Ethikrat wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfen geben zu können. Auf diese Weise wird biologisches Wissen auch in die Gesetzgebung einfließen.
Die Erfassung aller Lebewesen, die auf dieser Erde vorhanden sind, ist längst noch nicht abgeschlossen. Die Kenntnis der Artenvielfalt ist für das Verständnis ökologischer Zusammenhänge unabdingbar. 
Die Nutzung der biologischen Vielfalt z. B. für die Entwicklung neuer Ressourcen für Nahrungsmittel, Medikamente oder neuer Biorohstoffe wird von großem Nutzen für viele Menschen sein.
In der Biologie steckt also auch ein hohes wirtschaftliches Potenzial – die Bioökonomie – welches noch lange nicht ausgeschöpft worden ist und die die Biologie als Wissenschaft sowohl für die Industrie als auch wirtschaftlich interessant macht. Die so genannte „wissensbasierte Bioökonomie“ kann nur von umfassend ausgebildeten Biologen durchgeführt werden. Einen Grundstein für eine solide Ausbildung können Sie hier in Rostock legen.

Biologie ist also viel mehr als nur ein Fach für Tier- oder Pflanzenliebhaber sondern leistet auf vielen Ebenen entscheidende Beiträge zu aktuellen und zukünftigen Fragen in Technik, Gesundheit, Ernährung, Umwelt- und Tierschutz, in Politik und Gesellschaft.

2. Wann soll ich besser keine Biologie studieren?

Wenn Sie mit folgenden Aussagen übereinstimmen sollten Sie sich das mit dem Biologiestudium noch einmal überlegen:

"Ich möchte Biologie studieren, weil ich gut auswendig lernen kann."

In der Tat muss man in der Biologie, wie auch in jedem anderen Studiengang, viele Dinge und Fachbegriffe auswendig lernen. Diese stellen aber immer nur die Basis für alles andere dar.
Letztendlich geht es in einem Studium um das Verständnis der Zusammenhänge. Und das kann man sich nicht durch Auswendiglernen erarbeiten.

"Ich  möchte Biologie studieren, weil ich mit Mathematik, Chemie und Physik nichts anfangen kann."

Biologie ist die Lehre vom Leben. Leben beruht auf physikalischen, chemischen und auch auf mathematischen Grundlagen. Ein Grundverständnis für die "Nebenfächer" wird in allen Teilgebieten der Biologie vorausgesetzt. So wird in der Verhaltensbiologie ein tiefgreifenden Verständnis der Statistik erwartet. Und das geht über die Schulmathematik deutlich hinaus. Die Teilgebiete Biophysik, Biochemie, Biomathematik, Bioinformatik zeigen schon mit ihrem Namen die starke Vernetzung der Biologie mit den Grundlagenfächern.

"Ich möchte Biologie studieren, weil ich später gerne einmal Wale beobachten möchte."

Es ist gut, wenn Sie mit einem Ziel vor Augen in ein Studium einsteigen. Informieren Sie sich während dem Studium ständig bei den jeweiligen Fachleuten, wie denn die Möglichkeiten dafür tatsächlich stehen, in Ihrem Wunsch- und Traumgebiet einmal arbeiten zu können und welche Kenntnisse und Eigenschaften Sie mitbringen müssen. Bewerben Sie sich um einen Praktikumsplatz. Bei der Arbeit mit Großsäugern zum Beispiel benötigen Sie viel Geduld, mathematische Fähigkeiten (s. oben), Englischkenntnisse (da Sie dazu meist im Ausland in einem internationalen Team arbeiten), die Bereitschaft lange Zeit im Ausland zu verbringen, einen Tauchschein, Hitzeresistenz und vieles mehr.

"Ich möchte Biologie studieren, weil ich später eine Biotech-Firma gründen und ganz viel Geld verdienen will."

Wie gesagt: Es ist wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben.

3. Studiengangsprofil – Was erwartet mich im und nach dem Biologiestudium?

3.1 Ziele und Charakteristik

Das Studium der Biowissenschaften in Rostock bietet Ihnen eine umfassende Aus-Bildung auf allen Gebieten der Biologie. Diese breite Basis ermöglicht es Ihnen, sich im Bachelorstudium Ihrer Stärken und Neigungen bewusst zu werden ohne sich von Anfang an auf ein Spezialgebiet festlegen zu müssen. Vielleicht lassen Sie sich ja auch in diesen 6 Semestern von einem Fachgebiet „anstecken“, von dem Sie vorher noch keine Vorstellungen hatten?

Mit dem Abschluss Biowissenschaften (B.Sc) haben Sie einen breiten und aktuellen Überblick über alle molekularen und organismischen Teilgebiete der Biologie. Sie haben einen Einblick in aktuelle Methoden der Molekularbiologie und Genetik, und kennen deren Möglichkeiten und Limitationen. Sie kennen die Konzepte der Ökologie und Meeresbiologie, und können sich eine fundierte Meinung über aktuelle Vorhaben zum Naturschutz bilden.

3.2 Inhaltliche Anforderungen

Ganz allgemein können und müssen Sie sich in einem Hochschulstudium sehr intensiv mit einem Fachgebiet befassen. Die Aufnahme eines BSc-Studienganges an einer deutschen Hochschule verlangt immer eine sehr hohe Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit, Fleiß, Disziplin und einen gesunden Ehrgeiz. Sie werden mit einer ungeheuren Stofffülle konfrontiert, die Ihnen einen großen Überblick bietet, und auch teilweise ermöglicht ins letzte Detail vorzudringen. Sie müssen bereit sein, auch über den dargebotenen Stoff hinaus, sich selbstständig weitere Informationen zu den Studieninhalten zu besorgen und zu bearbeiten. Neben der Biologie müssen Sie sich intensiv mit der Mathematik, der Chemie und der Physik befassen. Für eine weitere Karriere in den Biowissenschaften und auch im Beruf ist die Beherrschung der englischen Sprache eine wichtige Voraussetzung um Veröffentlichungen von Forschungsergebnissen und englischsprachige Lehrbücher lesen zu können. Oft kommt man auch in Deutschland in die Situation, ein Produkt, eine Methode oder die eigenen Forschungsergebnisse einem internationalen Publikum auf Englisch vorstellen zu müssen. Nutzen Sie also jede Gelegenheit, ins Ausland zu fahren.

3.3 Und was mache ich mit dem Bachelor ?

Der Abschluss als Bachelor of Science Biowissenschaften stellt einen eigenständigen berufsqualifizierenden Abschluss dar und ermöglicht direkt in Berufszweige einzusteigen, in denen eine solide naturwissenschaftliche Ausbildung verlangt wird. Er qualifiziert für naturwissenschaftliche Tätigkeiten in Unternehmen, Umweltbehörden und Landesämtern, in Verlagen und im Patentwesen sowie in der Erwachsenenbildung. Gleichzeitig dient ein erfolgreicher Bachelor-Abschluss als Voraussetzung für die Aufnahme in einen nationalen oder internationalen Master-Studiengang in biologischen oder nahverwandten Fächern.

3.4 Weiterführende Studienmöglichkeiten (Master)

Um weiterhin in der Wissenschaft forschend tätig zu sein oder in gehobener Position in der Industrie arbeiten zu können, müssen Sie an den Bachelor einen Masterstudiengang und wenn möglich eine Promotion anschließen. Sie müssen sich von Anfang an darauf einstellen, dass dies nicht immer ein einfacher, gerader Weg ist und vor allem die Promotion von Ihnen viel Durchhaltevermögen verlangt.
Ein Masterstudiengang dauert in der Regel 4 Semester. Für eine Promotion in den Biowissenschaften müssen Sie 3-4 Jahre einplanen.

Generelle Tipps und Informationen über ein Studium der Biologie und für die eigene Karriereplanung kann man auch auf den Seiten des VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland) sowie auf den Seiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Hier finden Sie auch eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten für eine Karriere in der Wissenschaft.

An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Rostock haben Sie die Möglichkeit folgende Masterstudiengänge zu belegen: 

Master Funktionelle Pflanzenwissenschaften

Master Integrative Zoologie

Master Meeresbiologie

Master Mikrobiologie & Biochemie

und an der AUF: Master Aquakultur

4. Studienablauf

4.1 Wie ist das Studium der Biowissenschaften an der Universität Rostock gegliedert ?

Das Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock bietet einen Bachelor-Studiengang Biowissenschaften an, der eine an internationalen Maßstäben orientierte, hochwertige und vor allem breite Hochschul-Ausbildung garantiert. Um dies sicherzustellen, findet eine enge Verzahnung mit Forschungsaktivitäten der universitären und außeruniversitären Einrichtungen statt.

Das erste Studienjahr hat die klassischen Forschungsfelder der Biowissenschaften Ökologie, Botanik, Zoologie und Mikrobiologie zum Inhalt. Hierin bekommen Sie einen breiten Überblick über die Biodiversität und Lebensräume der Bakterien, Pflanzen und Tiere sowie über die Zusammenhänge zwischen belebter und unbelebter Natur, und auch angewandten Aspekten.

Viele Aspekte in der Biologie können nur mit Hilfe der Mathematik, der Physik, der Chemie oder der Informatik verstanden werden. Tiefgehende Kenntnisse und Fähigkeiten in diesen Zusatzwissenschaften sind für die Erklärung biologischer Zusammenhänge deshalb absolut zwingend. Die Anfangssemester dienen dazu, das Schulwissen in diesen Fächern aufzufrischen und fachspezifische Kenntnisse zu erwerben.

Das dritte, vierte und fünfte Semester werden von den molekularen, genetischen und physiologischen Wissenschaften geprägt.

Das Alleinstellungsmerkmal am Studium der Biowissenschaften in Rostock ist das obligatorische Modul Meeresbiologie, das zusammen mit den ökologischen Fächern den Standortvorteil an der Ostsee intensiv nutzt. Das Modul Meeresbiologie-Grundlagen kann zusammen mit den Wahlmodulen Meeresbiologie-Praktikum, Zustandsbewertung von Übergangsgewässern und Zustandsbewertung mariner Gewässer als Vorbereitung für eine Weiterqualifizierung im Master-Studiengang Meeresbiologie dienen.

Alternativ können im Anschluss an den Bachelorstudiengang Biowissenschaften auch aus den anderen an der Universität Rostock angebotenen Master-Studiengängen wie z. B. Aquakultur, Funktionelle Pflanzenwissenschaften, Integrative Zoologie, Mikrobiologie und Biochemie gewählt werden (siehe auch 3.4). 

Bereits ab dem dritten Semester können Sie mit der Wahl von molekular bis ökologisch ausgerichteten oder auch nicht-biologischen Modulen individuelle Schwerpunkte im Studienverlauf legen. Alternativ besteht die Möglichkeit zwischen dem dritten und fünften Semester ein Auslandssemester einzulegen.

Das 6. Semester wird durch die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, den Softskills und die Bachelorarbeit charakterisiert – die erste wissenschaftliche Arbeit der Studierenden.

In Rostock haben Sie die Chance ganz nah an die Lehrenden heran zu kommen und mit ihnen wissenschaftliche Fragen zu diskutieren. Nehmen Sie diese Gelegenheit wahr.

4.2 Wie studiere ich Biowissenschaften in Rostock ?

Das Studium der Biowissenschaften kann immer zum Wintersemester begonnen werden. Zu Beginn gibt es eine Einführungsveranstaltung (gewöhnlich am Donnerstag oder Freitag vor dem Semesterstart) mit der Leitung des Studienbüros und der Fachschaft. Hier bekommen Sie alle nötigen Informationen zum Stundenplan, den Räumlichkeiten und sonstigen Aktivitäten, die zum Studienanfang dazugehören. Insbesondere die Fachschaft kümmert sich in der Anfangszeit sehr intensiv um die neuen Studierenden hinsichtlich aller Fragen rund um das Studium, aber auch zum Leben in Rostock.

4.3 Prüfungen

Kein Studium ohne Prüfungen. Der Prüfungszeitraum erstreckt sich über zwei Phasen. Die erste Phase liegt im Bachelor-Studiengang Biowissenschaften immer in den ersten beiden Wochen nach Vorlesungsende und die zweite Phase in den beiden letzten Wochen vor Semesterende. Zu allen Prüfungen müssen Sie sich aktiv über ein online-System direkt anmelden. Die Prüfungen sind in aller Regel 60 – 120 Minuten dauernde, schriftliche Klausuren. In einigen Wahlmodulen ist das Ablegen der Prüfung in Form von Praktikumsprotokollen oder als mündliche Prüfung ebenfalls möglich.

5. Beratungsmöglichkeiten

Studienfachberatung / Vorsitzender des Prüfungsausschusses 
Prof. Dr. Ulf Karsten
Albert-Einstein-Straße 3
18059 Rostock
Tel. +49 (0) 381/498-6090

Sprechzeiten:
im Wintersemester: Montag, 9.30-10.30 Uhr
im Sommersemester: Montag, 11.00-12.00 Uhr
Um eine Terminabstimmung vorab per Mail wird gebeten, da durch Einzelveranstaltungen Sprechzeiten ausfallen können.  

Bewerbung/Einschreibung

Bewerbung/Einschreibung

Entsprechend Hochschulzulassungsgesetz Mecklenburg Vorpommern (14.08.2007) und der Satzung der Universität Rostock über die Zulassung zum Studium (URZS, 2008) werden die ca. 75 Studienplätze nach einem Auswahlverfahren vergeben: 

80% der Studienplätze aufgrund Hochschulauswahlverfahren * 
20% Studienplätze nach Wartezeit

* Hochschulauswahlverfahren: Zulassungsnote wird gebildet aus 90 % Abiturnote und 10 % Durchschnittsnote aus Noten der 4 Halbjahre der Oberstufe (Deutsch, 1. Fremdsprache, 2. Fremdsprache, Geschichte, Sport, Kunst/Musik, Religion/Ethik/Philosophie, Gesellschaftl. Fach, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie)

Solange freie Studienplätze zur Verfügung stehen ist ein Nachrückverfahren möglich.
Interessenten mit einer Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) bewerben sich am Auswahlverfahren direkt bei der Universität Rostock über das Studierendensekretariat.

Bewerbungsablauf und Termine:

  1. Online-Bewerbung zwischen dem 1.6. und 15.7. des Jahres (Bearbeitungsstand kann online verfolgt werden)
  2. Einreichung aller schriftlichen und teilweise beglaubigten Unterlagen nach Erhalt des Zulassungsbescheides
  3. Verschickung der Zulassungsbescheide ab Anfang August des Jahres
Studien- und Prüfungsordnung

Studien- und Prüfungsordnung

Studiengangsspezifische PRÜFUNGS- und STUDIENORDNUNG für den Bachelor-Studiengang Biowissenschaften der Universität Rostock vom 13. April 2015  

RAHMENPRÜFUNGSORDNUNG der Universität Rostock vom 09. Juli 2012  

Erste Satzung zur Änderung der Rahmenprüfungsordnung der Universität Rostock vom 29. September 2013

Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Biowissenschaften vom 22. Juli 2011 (auslaufend) 

Modulprüfungen

Modulprüfungen

Die studienbegleitenden Modulprüfungen werden in dem dafür festgelegten Prüfungszeitraum abgenommen. Der Prüfungszeitraum unterteilt sich in zwei Prüfungsphasen. Die erste Prüfungsphase des Prüfungszeitraumes eines Semesters erstreckt sich auf zwei Wochen unmittelbar im Anschluss an die Vorlesungszeit. Die zweite Prüfungsphase eines Prüfungszeitraumes erstreckt sich auf zwei Wochen unmittelbar vor Beginn des nächsten Semesters. In beiden Prüfungsphasen finden alle Prüfungen zum Regelprüfungstermin nach dem Prüfungs- und Studienplan und Wiederholungsprüfungen statt.

Abweichend davon können die studienbegleitenden Modulprüfungen in Form von Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten, Referate/Präsentationen, Protokollen oder praktischen Prüfungen vorlesungsbe- gleitend abgelegt werden, wenn die Studierenden spätestens mit Veranstaltungsbeginn über die für sie geltende Prüfungsart, deren Umfang und den jeweiligen Abgabetermin in Kenntnis gesetzt werden.

Im Einvernehmen zwischen Studierenden und Prüferinnen/Prüfern können Prüfungen unter Wahrung der in der Rahmenprüfungsordnung angegebenen Fristen und Anmeldemodalitäten auch zu anderen Zeitpunkten abgehalten werden.

Die Kandidatin/der Kandidat hat sich zu jeder Modulprüfung (egal ob Erst- oder Wiederholungsprüfung, Klausur, mündliche Prüfung, Protokoll oder Präsentation ...) über ein Web-Portal anzumelden. Die Frist für die Meldung zu Modulprüfungen in der vorlesungsfreien Zeit endet vier Wochen vor Ende der Vorlesungszeit. Die Kandidatin/der Kandidat kann eine Anmeldung zur Prüfung ohne Angabe von Gründen bis zu vierzehn Tagen vor dem Prüfungstermin wirksam zurücknehmen.
Die Rücknahmeerklärung der Anmeldung zu Modulprüfungen muss in schriftlicher Form oder per E-Mail beim Studienbüro/Prüfungsamt erfolgen.

Die Kandidatin/der Kandidat kann von den Regelprüfungsterminen der Modulprüfungen um höchstens zwei Semester abweichen.

Eine Modulprüfung kann als Freiversuch gewertet werden, wenn sie innerhalb der Regelstudienzeit und spätestens zu dem in der Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung festgelegten Regelprüfungstermin erstmalig ablegt wird. Freiversuche werden für Modulprüfungen im Umfang von bis zu einem Drittel aller in die Gesamtnote einfließenden Leistungspunkte gewährt. Für die Abschlussprüfung gibt es keinen Freiversuch. Eine Wertung der Modulprüfung als Freiversuch muss innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beantragt werden (FORMULAR).

Besteht eine Kandidatin/ein Kandidat eine Modulprüfung im Freiversuch nicht, so gilt sie als nicht unternommen, außer sie wurde wegen Täuschung oder eines Ordnungsverstoßes für nicht bestanden erklärt. Die erneute, reguläre erste Modulprüfung ist, unter Beachtung der Fristüberschreitung (um höchstens zwei Semester), abzulegen, anderenfalls gilt die Modulprüfung als abgelegt und wird mit „nicht bestanden“ bewertet.

Besteht eine Kandidatin/ein Kandidat eine Modulprüfung im Freiversuch, darf sie/er die Prüfung zum Zwecke der Notenverbesserung erneut ablegen (Verbesserungsversuch). Es gilt jeweils die bessere Note.

Wurde eine Modulprüfung im Freiversuch unternommen, kann sie nach dem regulären ersten Versuch nur einmal wiederholt werden. Wurde für Modulprüfungen hingegen die Freiversuchsregelung nicht in Anspruch genommen, so können nicht bestandene Modulprüfungen zweimal wiederholt werden. Die Wiederholung einer bestandenen Modulprüfung außerhalb des Freiversuchs ist nicht zulässig. Fehlversuche an anderen Universitäten und gleichgestellten Hochschulen werden angerechnet. Besteht eine Modulprüfung aus zwei Prüfungsleistungen, so ist nur die Prüfungsleistung zu wiederholen, die nicht mit mindestens „ausreichend“ (4,0) bewertet wurde. 

Die erste Wiederholungsprüfung und Verbesserungsversuche müssen spätestens innerhalb des darauf folgenden Semesters erfolgen, sofern der Kandidatin/dem Kandidaten nicht wegen besonderer, von ihr/ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Für Prüfungen, die untrennbar mit einer Lehrveranstaltung verbunden sind, kann diese Frist um ein weiteres Semester verlängert werden. Die zweite Wiederholungsprüfung hat spätestens zum nächsten regulären Prüfungstermin zu erfolgen. Ist die Kandidatin/der Kandidat beurlaubt, ist eine Wiederholungsprüfung im nächsten Prüfungstermin nach Ende der Beurlaubung abzulegen.

Bei Versäumnis der Wiederholungsfrist gilt die Wiederholungsprüfung als abgelegt und wird mit „nicht bestanden“ bewertet, es sei denn, die Kandidatin/der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten.

Bachelor-Arbeit

Bachelor-Arbeit

Die Abschlussprüfung folgt aus dem Modul "Bachelorarbeit Biowissenschaften". Sie besteht aus der schriftlichen Abschlussarbeit (Bachelorarbeit) und dem Kolloquium. Die Anfertigung erfolgt im sechsten Semester.

- Zulassungsvoraussetzung: eingeschrieben im Bachelorstudiengang Biowissenschaften an der Universität Rostock + Nachweis von mind. 132 LP in diesem Studiengang
- Anmeldung bis spätestens 14 Tage nach Beginn der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters
- Das Anmeldeformular ist vom Kandidaten und dem betreuenden Hochschullehrer auszufüllen und im Studienbüro einzureichen.

- Beginn der Arbeit ist spätestens 14 Tage nach Beginn der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters - Bearbeitungszeitraum: 9 Wochen  
- Verlängerung um 4 Wochen in Ausnahmefällen möglich (Antrag mit Begründung erforderlich)
- Hinweise zur Erstellung einer Bachelor-Arbeit finden Sie im Leitfaden.
- Es ist ein einheitliches Deckblatt zu verwenden.

Das Kolloquium besteht aus einem etwa 20-minütigen Vortrag der Studierenden/des Studierenden und einer bis zu 40-minütigen Diskussion.
Für den erfolgreichen Abschluss des Moduls "Bachelorarbeit Biowissenschaften" werden 15 Leistungspunkte vergeben.

Aktuelle Fristen und Daten unter Aktuelles-Termine-Fristen

Allgemeines Prozedere:
- Mitte November bis Anfang Dezember des jeweiligen Jahres: Aushang der Bachelor-Arbeitsthemen zentral im Hörsaalgebäude der Biologie
- Auswahl des Themas (nur 1 Thema!) durch den Studenten bis Anfang Dezember 
und
Eintragung für das entsprechende Thema in den ausliegenden Listen in den jeweiligen Sekretariaten der Bereiche – es liegt nur die Liste aus dem Bereich dort - nicht alle! (z.B. Interesse für ein Mikrobiologisches Thema, dann Eintragung in die Themenliste im Sekretariat der Mikrobiologie)
- Auswahl der Kandidaten durch den Lehrstuhlinhaber und Meldung an das Studienbüro bis Mitte Dezember
- Studenten, die ihr Wunschthema nicht erhalten, werden dann vom Studienbüro angeschrieben
- Januar/Februar/März/April des darauffolgenden Jahres (so früh wie möglich, wenn LP erreicht): Schriftlicher Antrag (FORMULAR) des Studenten auf Anfertigung einer Bachelor-Arbeit mit Angabe des Bachelor-Arbeitsthemas auf Deutsch und Englisch, Betreuer (Erstgutachter) und Zweitgutachter bis spätestens 14 Tage nach Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters.
Es wird zugelassen, wer im Bachelor-Studiengang immatrikuliert ist und mindestens 132 Leistungspunkte aus dem Pflicht/Wahlbereich dieses Studienganges nachweisen kann.
Mitte April: Bestätigung der Anmeldung an die jeweiligen Betreuer der Bachelor-Arbeit, der Student bekommt die Bestätigung durch das Prüfungsamt-Online

Fristgerechte Abgabe der Bachelor-Arbeit in zweifacher gedruckter Ausfertigung sowie einer PDF-Datei auf CD im Studienbüro. Abgabe wird aktenkundig gemacht, danach Übergabe der beiden gedruckten Exemplare an die jeweiligen Gutachter durch den/die Studentin.

Relevante Punkte bei der Begutachtung (Bewertungsverfahren ca. 4 Wochen) der Bachelor-Arbeit:
1. Fachliche Qualität
Herleitung der Fragestellung, Plausibilität
Methoden (Spektrum, Komplexität, Neuetablierung)
Ergebnisse, Erkenntnisgewinn
Auswertung, Interpretation, Reflexion
2. Praktische Labortätigkeit, Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten
Arbeitsplanung, Strukturierung
Eigenständigkeit
Eigeninitiative 
Engagement, Einsatzbereitschaft
Teamfähigkeit
3. Formales
Leitfadenkonformität, Struktur, Proportionen
Ausdrucksfähigkeit, „roter Faden“
Orthografie Literatur
4. Sonstige Anmerkungen (optional)